Fundstückchen: Die gut gebratene Gans (2. Teil)

Fundstückchen: Fortsetzung Gerichtsverhandlung wegen Totschlags im Jahre 1912 – Teil 2

Sonder-Literatur-Angebot des AKO

Fundstückchen: Gerichtsverhandlung wegen Totschlags im Jahre 1912 – Teil 1

Die gut gebratene Gans

Fundstückchen aus unserem AKO-Archiv vom 1.7.1898

AKO inklusiv

Neue Dorf-Chronik offiziell am 17.12.21 vorgestellt

AKO in der Druckerei F.W. Becker

AKO besuchte die Klassen 4a und 4b der Grundschule Dinschede

Schreiben an die Stadt bzgl. Digitalem Marktplatz

Deshalb muss die Dinscheder Knabenschule erhalten bleiben!

AKO setzt sich für den Erhalt der Dinscheder Knabenschule ein

Interessant auch für die Schulklassen:

Geschichtspfad ist nun komplett

Wandeln auf Spuren der Geschichte

Geschichte erforschen und bewahren

Lattenberg-Broschüre wurde übergeben

Dorfgeschichte erlebbar machen

Aula war beim Lattenberg-Vortrag rappelvoll

Einladung zum Vortrag:

Die Entstehung der Siedlung Lattenberg

Arbeitskreis Ortsgeschichte (AKO) sucht alte Super-8-Filme

Jüdische Jugendliche in Oeventrop

Vita des Sauerlandmalers Hermann Springborn

Die jüdischen Familien in Oeventrop im Dritten Reich

Das Rätsel um das Haus Dürrefeld ist gelöst

“Kneipen-Verzeichnis” aller früheren Gaststätten in Oeventrop

Noch immer den Geruch in der Nase

Eröffnungsrede zur 1. Ausstellung von Ludwig Hoppe

Springborn-Kalender nun im Verkauf

Kneipenausstellung war ein großer Erfolg für den AKO

Der AKO lädt ein zur Kneipenausstellung

Gasthöfe mit bewegter Geschichte

„Erst wenn die letzte Kneipe im Dorf geschlossen hat, wissen wir, dass etwas Wichtiges fehlt”

AKO beschäftigt sich mit „Oeventroper Kneipen”

Immer mit dem Blick in die Ferne

Der SGV Oeventrop hat eine neue, 28-seitige Broschüre über den Oeventroper „Panoramaweg“ herausgegeben.

Der AKO sucht alte Fotos von der Rumbecker Brücke

Die Geschichte der Sauerländischen Stuhlfabrik

Die Brüggemänner

Leserbrief von Ludwig Hoppe zum Abriss der Dinscheder Kabenschule:

“Geschichtstafeln”

“Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“

Erinnerungen an einen Sauerländer Maler – ­Hermann Springborn

Besuch des Stadtarchivs am 27.6.2012

Der AKO war auf Spurensuche im Nachbardorf

Oeventrop ist um einen wertvollen Bildband reicher

Piep im Mund – Schalk im Nacken“

Springborn-Gedächtnis-Ausstellung war ein Highlight für Oeventrop

Schreiben an die Stadt bzgl. Digitalem Marktplatz

6. Dezember 2021

Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop 09.03.2021

Ludwig Hoppe
Echterfeldweg 3, 59823 Arnsberg
barz.co@gmx.de

Klaus Fröhlich
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg

Sehr geehrter Herr Fröhlich,

In der zusammenfassenden Doku (S.63) des Digitalen Marktplatzes vom 25. Februar 2021 wird eine mehrfach zu nutzende Räumlichkeit (Auftrittsraum/Mensa) im Schulareal als noch lösungsoffen markiert. Die mehrfache Nutzung wird als organisatorische Herausforderung bezeichnet.

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop (AKO) möchte Ihnen, Herr Fröhlich, im Interesse der Bürger des Stadtteils Oeventrop zu dieser Problematik seine Gedanken mitteilen.

  • Auf die Notwendigkeit eines solchen Multifunktionsraumes als Zentrum schulischen Lebens und als kulturelles Zentrum für die Bürgerschaft Oeventrops haben wir bereits im Schreiben vom 20.08.2020 (s. Anlage) ausführlich hingewiesen.
  • Wir begrüßen es, dass die Notwendigkeit eines solchen Raumes offensichtlich nicht mehr in Frage gestellt wird, lediglich die mehrfache Nutzung als besonders problematisch bezeichnet wird..
  • Angedacht ist nach den vorliegenden Unterlagen ein Raum, der sowohl als Mensa als auch als Auftrittsraum genutzt werden soll.
  • Zur angedachten Mehrfachnutzung haben wir folgende Überlegungen:

Eine Mensa verlangt „feste Einrichtungen“: eine spezielle Möblierung, eine Theke für die Essensausgabe, Aufbewahrungsschränke für Geschirr, eine Spülmaschine, Kühlschränke, einen Herd für die Aufwärmung von Speisen usw.

Für eine Mensa wäre ein solcher Mehrzweckraum wahrscheinlich überdimensioniert.

Der nachhaltige Essensgeruch in einem solchen Raum sollte bei einer mehrfachen Nutzung nicht außer Acht gelassen werden.

Ein Auftrittsraum verlangt ebenfalls „feste Einrichtungen“: eine Bühne, einen Bühnenvorhang, eine festinstallierte Bühnenbeleuchtung und Mikrofonanlage, eine andere Bestuhlung (ohne Schülertische) als eine Mensa, eine Verdunklungsmöglichkeit. Nicht zuletzt sollte sie, mit Blick auf kulturelle Veranstaltungen, eine bestimmte Größe nicht unterschreiten.

  • Aus genannten Gründen halten wir diese speziellen Mehrfachnutzungen als Mensa und Auftrittsraum für nicht sinnvoll. Aus unserer Sicht sind häufige Interessenskonflikte unvermeidbar.
  • Eine mehrfache Nutzung eines Auftrittsraums für andere schulische Aktivitäten (s. unser Schreiben vom 20.08.2020) und für kulturelle Veranstaltungen für die Bürgerschaft lassen sich dagegen sehr wohl organisatorisch lösen.

Wir bitten Sie, dieses Schreiben an das Planungsbüro weiter zu leiten. Durchschriftlich geht dieser Brief auch an Herrn Bürgermeister Paul Bittner.

Mit freundlichen Grüßen

Ludwig Hoppe
für den Arbeitskreis Ortsgeschichte

Deshalb muss die Dinscheder Knabenschule erhalten bleiben!

6. Dezember 2021

Anlage 1

Fakten zur Alten Knabenschule – ein geschichtlicher Abriss

Die Geschichte der Alten Knabenschule ist eng verbunden mit der Schulgeschichte der drei Bauernschaften Overendorp, Dinterscede und Clusinchen:

  • vor 1760 erste namentliche Erwähnung eines Lehrers für die Unterrichtung der Kinder in den drei Bauernschaften. Von einem Schulhaus ist nichts erwähnt.
  • 15. Nov. 1775 fassen 17 Bauern und Pastor Fischer den Beschluss über die Einstellung eines Lehrers, nachdem 12 Jahre keine Unterrichtung stattgefunden hat. Es wurde ein bescheidenes Schulhaus errichtet, das auch gleichzeitig die Wohnung des Lehrers war. In der Schulchronik wird es die Bauernschule zu Dinschede genannt. Das Baudatum ist nicht bekannt. Der Baugrund ist die Stelle der heutigen „Alten Knabenschule“, wie aus der Bauzeichnung sowie aus alten Karten ersichtlich ist.
  • 1852 wird neben dieser kleinen Schule eine neue Schule mit 2 Klassen (Mädchenklasse und Jungenklasse) und 2 Lehrerwohnungen errichtet. Später Mädchenschule genannt.
  • 1882 wird die Alte Knabenschule auf dem Baugrund der Bauerschule, die zuvor abgerissen wurde, errichtet. Sie hatte 2 Klassen und 2 Lehrerwohnungen.

Die Mädchenschule ist mehrfach umgebaut worden und dient heute als Wohnhaus und Therapiepraxis.

Die Alte Knabenschule ist im Wesentlichen in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten geblieben.

Im Obergeschoss ist der Klassenraum, trotz Abtrennung eines kleinen Archivraums noch in seiner ursprünglichen Größe vorhanden, ebenso, von kleinen Veränderungen abgesehen, die Lehrerwohnung,.

Im Untergeschoss ist die Zimmeraufteilung der ehemaligen Lehrerwohnung größtenteils erhalten, der Klassenraum ist durch Wände in Leichtbauweise in kleine Mehrzweckräume neu aufgeteilt.

Das Treppenhaus ist in seinem ursprünglichen Zustand, ebenso der große Dachboden.

Die Nutzung des Hauses seit dem Baujahr 1882

Das Haus wurde bis in die 70er Jahre gemäß seiner ursprünglichen Konzeption für schulische Zwecke mit 2 Schulräumen und 2 Lehrerwohnungen genutzt. Nach den Schulneubauten/-erweiterungsbauten für die Grundschule wurden die Klassenräume aufgegeben und Wohnzwecken zugeführt.

Nach Aufgabe der Lehrerwohnungen in den 80er und 90er Jahren wurde das gesamte Haus anderweitig vermietet und die ehemaligen Klassenräume teilweise durch Wände in Leichtbauweise neu aufgeteilt.

Nutzung Obergeschoss ab 2002

Herbst 2002 stellte die Grundschule Dinschede an den Schulträger den Antrag auf Einrichtung einer Lernwerkstatt in den Räumlichkeiten im Obergeschoss.

(Es handelt sich dabei um eine Verlegung und Erweiterung der bereits seit 1997 im Grundschulgebäude vorhandenen Lernwerkstatt. Eine Einrichtung zur Schulentwicklung, die sowohl vom Schulträger (finanziell) als auch vom Schulamt (personell) genehmigt und gefördert wurde.)

Mai 2004 begannen die Renovierungsarbeiten im Obergeschoss durch Eltern, das Lernwerkstattteam und den Schulträger.

Juli 2004 Eröffnung der neuen Lernwerkstatt in Anwesenheit des Schulträgers, der Elternvertreter und Schüler.

Ab Schuljahr2004/2005 Nutzung der Arbeitsateliers durch die Grundschule und durch Lehrer/innen des HSK im Rahmen von Fortbildungen.

2006 Planung einer räumlichen Erweiterung der Lernwerkstatt um einen Seminarraum auf der Fläche des ehemaligen Klassenraumes, der in Leichtbauweise in kleine Wohneinheiten aufgeteilt war. Genehmigung durch den Schulträger.

2007 Beginn der Umbaumaßnahme/des Rückbaus in Eigenleistung. (Protokoll über die Baumaßnahme siehe Anlage 3)

2008 Fortführung der Umbaumaßnahme mit Unterstützung des Schulträgers.

2009 Nutzung des Seminarraums durch die Lernwerkstatt, durch die Grundschule für die ganzjährigen LandesKunstProjekte im Rahmen von „Kultur und Schule“ und für schulinterne Kunst Ausstellungen.

2011 erweiterte Nutzung des Seminarraums durch den AKO Oeventrop mit Genehmigung des Schulträgers.

2012 Fertigstellung des an den Seminarraum angrenzenden „Abstellraums“ in Eigenleistung durch die Mitglieder des AKO, ca. 20 Arbeitsstunden.

Darin Einrichtung eines Archivs mit Mobiliar aus der aufgegebenen Hauptschule.

Seit 2016 wird der Seminarraum von der Grundschule nicht mehr genutzt. Er ist seit diesem Zeitpunkt Arbeitsraum und interner Ausstellungsraum des AKO.

Nutzung Untergeschoss ab 2002

2002 Herrichtung der Lehrerwohnung für die OGS. Anbau einer Feuertreppe an der Rückseite des Hauses aus Brandschutzgründen.

Erweiterung der OGS-Räume um die Fläche des ehemaligen Klassenraumes.

2015 Verlegung der Lernwerkstatt in die Räume der Grundschule. Erweiterung der OGS um die frei gewordenen Räume.

Mitbenutzung des Seminarraums bei besonderen Veranstaltungen durch die OGS.

AKO setzt sich für den Erhalt der Dinscheder Knabenschule ein

6. Dezember 2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bittner!

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop nimmt Ihren Besuch zum Anlass, Ihnen unsere Vorstellungen bezüglich der zukünftigen Nutzung der Alten Knabenschule u.a. durch unseren Arbeitskreis darzustellen.

Die A.K. (Alte Knabenschule) ist im Laufe ihres 140jährigen Bestehens, vor allem in den letzten 50 Jahren, zu verschiedensten Zwecken genutzt worden (siehe Anlage 1).

In den letzten Jahren stand sie immer wieder mal auf der Liste der zu veräußernden städtischen Immobilien.

Auch im AKO ist in mehreren Sitzungen über die Zukunft der A.K. diskutiert worden. Eine Nachfrage bei der Stadt zwecks einer möglichen Aufnahme der A.K. in die Liste der zu schützende Denkmäler wurde abschlägig beschieden mit dem Hinweis auf bereits durchgeführte bauliche Veränderungen. (Unserer Kenntnis nach ist dies übrigens nicht der Fall und erscheint uns vielmehr als vorgeschobene Argumentation, möglicherweise im Hinblick auf zu erwartende Kosten.)

Die „ideelle Bedeutung“ des Hauses wurde bei dieser Argumentation nicht in Erwägung gezogen.

Dazu folgende Anmerkungen:

Dieses Gebäude ist die (geschichtlich) dritte Schule des Dorfes. Sie steht auf dem Grund der ersten Schule, der Bauernschule zu Dinschede. Diese wurde vor dem Bau der A.K. abgerissen. Die zweite Schule ist die nebenan stehende Mädchenschule, die allerdings mehrfach umgebaut worden ist. Somit ist die A.K. das einzige noch in seiner ursprünglichen Form und Aufteilung erhaltene Schulgebäude, in dem die Alphabetisierung der Dorfkinder stattfand. Sie repräsentiert die ältere Schulgeschichte des Ortes bis in die 70er Jahres des vorigen Jahrhunderts sowie die veränderten Schwerpunkte der neueren Schulgeschichte ab der Jahrtausendwende durch Lernwerkstatt und offene Ganztagsschule (OGS).

Im Zuge der Neugestaltung des Schulareals wird in der Variante 4 der Erhalt der A.K. als zukünftiges Bürgerzentrum favorisiert.

Der AKO, als derzeitiger Mitbenutzer der A.K., begrüßt diese (Vor-) Entscheidung. Wie immer auch die Pläne für eine zukünftige Nutzung eines solchen Bürgerzentrums aussehen mögen, so hält der AKO es für wichtig, seine Vorstellungen diesbezüglich mit einzubringen.

Zurzeit nutzt der AKO im 1. Stock die Fläche des ehemaligen Klassenraums als Archivraum, Versammlungs- und Arbeitsraum. Seit seinem Bestehen im Jahre 2011 hat der Arbeitskreis gemäß seinen Zielsetzungen (siehe Anlage 2) wertvolle Geschichtsarbeit für unseren Stadtteil / unser Dorf geleistet:

Hervorzuheben sind:

  • drei Ausstellungen: „Industriegeschichte der Ruhrdörfer“,
    „Der Maler Hermann Springborn“ und
    „Oeventroper Kneipenkultur“,
  • die Herausgabe von drei Broschüren:
    „Oeventroper Panoramaweg“,
    „Oeventroper Kneipenkultur“ und
    „Oeventroper Geschichtspfad“;
  • weitere Broschüren liegen im Konzept vor:
    „Rüther Chronik“;
    „Die Dinscheder Mark“,
  • die Anlage eines Geschichtspfads, bestehend aus 25 Geschichtstafeln an geschichtlich bedeutenden Stellen im Ort
  • der Aufbau eines Archivs, in dem Chroniken, Publikationen, Dokumente aus anderen Archiven, Dokumente aus Nachlässen etc. registriert und archiviert sind
  • der Aufbau einer umfangreichen Bilddatei: eine komplette Postkartensammlung (über 350);
    alte Landkarten/Katasterkarten aus verschiedenen Archiven etc.;
    eine Ausstellung dazu ist für 2020 geplant..
  • die Teilrestaurierung und Aufbewahrung verschiedener, für den Ort bedeutende Gemälde des Malers H. Springborn

Zweimal in Folge ist die Arbeit des AKO vom Heimatscheck NRW bereits gefördert worden.

Wir sind der Meinung, dass in einem zukünftigen Bürgerzentrum diese für den Ort Oeventrop wichtige Arbeit mit ihren Dokumentationen einen angemessenen Platz haben sollte.

Dies sind unsere Vorstellungen:

Variante 1
Verbleib und Nutzung in der bisherigen Form in dem bisherigen Raum.

Variante 2 (möglicherweise als langfristige Lösung)
Das sehr große Dachgeschoss ist bisher nicht ausgebaut und somit ungenutzt. Bei einem Umbau der A.K. zu einem Bürgerzentrum muss sicher auch das Dach und das Dachgeschoss, ebenso der Treppenaufgang zum Dachgeschoss u.a. aus energetischen Gründen renoviert werden.

Das renovierte und ausgebaute Dachgeschoss böte dann ausreichend Platz für ein übersichtliches Archiv und einen Arbeits- und Versammlungsraum.

Somit würde dann das neue Bürgerzentrum auch ein Dokumentationszentrum für das „geschichtliche Gedächtnis“ der Ruhrdörfer in räumlicher Nähe zur Schule beherbergen.

Wir hoffen, durch diese Vorschläge konstruktiv zur Gestaltung eines zukünftigen Bürgerzentrums beitragen zu können. Wir würden uns freuen bei den Planungsgesprächen gehört zu werden.

Im Auftrag der Mitglieder des Arbeitskreises

Ludwig Hoppe, Sprecher

Interessant auch für die Schulklassen:

6. Dezember 2021

“Geschichtspfad Oeventrop” nun komplett

23 Geschichtstafeln informieren geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger

Für dieses Kalenderjahr hatte sich der AKO (ArbeitsKreisOrtsgeschichte) wieder ein Mammutprojekt vorgenommen, dass nun planmäßig zum Ende des Jahres fertig gestellt werden konnte. Finanziell unterstützt wurde diese Aktion vom Land NRW im Rahmen des Heimatförderungsprogramm mit 2000 Euro, für diesen Zuschuss bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich.

Zunächst wurden vom AKO die Objekte ausfindig gemacht, die für einen solchen Geschichtspfad einen historischen Background liefern. Herausgekommen sind bei dieser Sichtung folgende Gebäude, Stationen bzw. Plätze:

Ortsteil Oeventrop:

Die alte Landstraße von Arnsberg nach Oeventrop: (am SGV-Heim), Raulfs Hof; an Raulfs Ufer, Oeventroper Brauerei Berens beim Kriegerdenkmal an der B 7, Chemische Fabrik HIAG: Zur Hünenburg, Glashütte in der Kirchstraße (2 Tafeln), Friedhof (3 Tafeln), Schützenhalle, Pfarrkirche, Drei Stuhlfabriken: (2 Tafeln am Widayweg) und Rumbecker Brücke (2 Tafeln).

Ortsteil Dinschede:

Stuhlfabrik Gierse, Alte Knabenschule Dinschede und das Elisabethheim: alle Dinscheder Straße.

Ortsteil Glösingen:

Kloster: (2 Tafeln) unterhalb vom „Almbauer“, Strandbad an der Ruhr: (Am Segelflugplatz), Wasserburg und die Westf. Zellstoff AG: in Wildshausen.

Die Geschichtstafeln wollen Einblicke geben in die Geschichte des bis 1975 selbstständigen Dorfes Oeventrop, das danach – im Zuge der kommunalen Neugliederung – östlichsterer Stadtteil der Stadt Arnsberg wurde.

Bei der Spurensuche zur Dorfgeschichte waren Recherchen in den Stadtarchiven Arnsberg und Meschede, im Landesarchiv Münster und in privaten Nachlässen notwendig. Weitere Quellen waren die Dorfgeschichte “Die Ruhrdörfer” von Carl Kessemeier und der Bildband “Oeventrop – Moin Duorp” von Franz-Josef Molitor.

Nach und nach konnten dann übers Jahr die Tafeln nach und nach textlich aufbereitet und mit Bildern, Grafiken und Zeichnungen vervollständigt werden. Das redaktionelle Schwergewicht hatten AKO-Sprecher Ludwig Hoppe und KLaus Schneider zu tragen, das Layout und die Druckdateien fertigte Franz-Josef Molitor an. Für das Aufstellen und Aufhängen der Geschichtstafeln konnten wir Albert Schlupp motivieren und die Ausarbeitung eines “Oeventroper Geschichtspfades” wird Franz Rüther vornehmen. Die GPS-Daten der einzelnen Stationen werden in einem Flyer veröffentlicht, mit dem sich dann Ortsunkundige ihre Wanderstrecken individuell zusammenstellen können. Alle Tafeln wurden mit einem QR-Code bestückt, diese erstellte Adolf Drexler für uns.

Zum Frühjahr hin wird der AKO dann noch eine Broschüre erstellen, die den Geschichtspfad und all seine Sehenswürdigkeiten links und rechts des Weges beschreiben, denn zwischen den Stationen gibt es durchaus Interessantes über unser Oeventrop zu erfahren.

Für die Schülerinnen und Schüler der Dinscheder Grundschule dürfte der „Geschichtspfad Oeventrop“ ein hilfreicher Leitfaden durch die Ortsgeschichte sein.

Bis zum Ende des Jahres müssen alle Tafeln aufgestellt bzw. angebracht sein, dies ist die Bedingung des Landes NRW für den erbrachten Zuschuss.

Text u. Fotos: Franz-J. Molitor

Die Geschichtstafel an der Schützenhalle. Fast alle Tafeln haben das Format 64 x 30 cm.

An der Kirchenmauer wurde auch eine der 23 Geschichtstafeln angebracht.

Geschichtspfad ist nun komplett

6. Dezember 2021

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop hat sich stark engagiert. Info-Tafeln informieren historisch interessierte Bürger. Auch für Schulklassen interessant

Oeventrop. Für das Kalenderjahr 2018 hatte sich der Arbeitskreis Ortsgeschichte (AKO) Oeventrop wieder ein Mammutprojekt vorgenommen, das nun planmäßig zum Ende des Jahres 2018 fertig gestellt werden konnte. Finanziell unterstützt wurde diese Aktion vom Land NRW im Rahmen des Heimatförderungsprogramms mit 2000 Euro. Über diese öffentliche Förderung hat sich der Arbeitskreis sehr gefreut.

Zunächst wurden vom AKO die Objekte ausfindig gemacht, die für einen Geschichtspfad einen historischen Backgrund liefern. Herausgekommen sind bei dieser Sichtung folgende Gebäude, Stationen bzw. Plätze.

Am SGV-Heim geht es um das Thema „Die alte Landstraße von Arnsberg nach Oeventrop“. An der Straße „Raulfs Ufer“ gibt es Infos zu „Raulfs Hof“; die Oeventroper Brauerei Berens wird beim Kriegerdenkmal an der B 7 thematisiert. Das Schild für die chemische Fabrik HIAG steht an der Straße „Zur Hünenburg“. Über die Glashütte wird auf zwei Tafeln an der Kirchstraße informiert, auf dem Friedhof wird an der St.-Josef-Kapelle mit zwei Tafeln informiert. Die Info-Tafel über die Schützenhalle steht im Sträßchen, an der Kirchenmauer befindet sich die Tafel über die Pfarrkirche. Über drei Stuhlfabriken wird auf zwei Tafeln am Widayweg berichtet und an den Brückenköpfen befinden sich je eine Info-Tafel über die Rumbecker Brücke,

Franz-Josef Molitor, AKO-Mitglied, zur Bedeutung der Info-Tafeln:
„Ein Leitpfaden für die Dinscheder Grundschule.“

An der Dinscheder Straße befinden sich Info-Tafeln über die Stuhlfabrik Gierse, die Alte Knabenschule Dinschede und das Elisabethheim. In Glösingen stehen zwei Tafeln über das Kloster unterhalb vom „Almbauer“. Eine Info-Tafel über das Strandbad an der Ruhr wurde am Segelflugplatz aufgestellt, über die Wasserburg und die Westfälische Zellstoff AG wird an der Wildshauser Brücke informiert.

Die Geschichtstafeln wollen Einblicke geben in die Geschichte des bis 1975 selbstständigen Dorfes Oeventrop, das danach im Zuge der kommunalen Neugliederung – östlichster Stadtteil der Stadt Arnsberg wurde.

Recherche in Stadtarchiven

Bei der Spurensuche zur Dorfgeschichte waren Recherchen in den Stadtarchiven Arnsberg und Meschede, im Landesarchiv Münster und in privaten Nachlässen notwendig. Weitere Quellen waren die Dorfgeschichte „Die Ruhrdörfer“ von Carl Kessemeier und der Bildband „Oeventrop – Moin Duorp“ von Franz-Josef Molitor.

Nach und nach konnten dann übers Jahr die Tafeln nach und nach textlich aufbereitet und mit Bildern, Grafiken und Zeichnungen vervollständigt werden. Das redaktionelle Schwergewicht hatten AKO-Sprecher Ludwig Hoppe und Klaus Schneider zu tragen, das Layout und die Druckdateien fertigte Franz-Josef Molitor an. Für das Aufstellen und Aufhängen der Geschichtstafeln konnte der Arbeitskreis Ortsgeschichte Albert Schlupp motivieren und die Ausarbeitung eines „Oeventroper Geschichtspfades“ wird Franz Rüther vornehmen.

Die GPS-Daten der einzelnen Stationen werden in einem Flyer veröffentlicht, mit dem sich dann Ortsunkundige ihre Wanderstrecken individuell zusammenstellen können. Alle Tafeln wurden mit einem QR-Code bestückt, diese erstellte Adolf Drexler für uns. Zum Frühjahr hin wird der AKO noch eine Broschüre erstellen, die den Geschichtspfad und all seine Sehenswürdigkeiten links und rechts des Weges beschreibt. „Für die und Schüler der Dinscheder Grundschule dürfte der „Geschichtspfad Oeventrop“ ein hilfreicher Leitfaden durch die Ortsgeschichte sein“, schreibt das AKO-Mitglied Franz-Josef Molitor. Bis zum Ende des Jahres 2018 wurden alle Info-Tafeln aufgestellt und beschriftet bzw. angebracht, dies war die Bedingungs landes NRW für den Zuschuss.

Aus den 1930er Jahren stammt dieses Foto der Oeventroper Brauerei. Verschärfter Wettbewerb, Konzentration des Biermarktes und die zunehmende Technisierung führten 1971 zur Eiunstellung der eigenen Produktion.

Brauerei-Historie

– Die Gebäude der Brauerei Oeventrop (Berens) wurden 1978 abgerissen. Erhalten als Restaurant ist bis heute das „Stammhaus“ Gasthof Berens.

1905 / 1906 wurde die Oeventroper Brauerei an der B 7 erbaut. 1971 wurde die Bierproduktion eingestellt.

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